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Samstag, 6. September 2014
Samstag, 6. September 2014, Sommerfest im Kleingartenverein Heiligenstadt
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Marder, Dachs und Fuchs
Ein neuer Gast bei uns: der Fuchs
Mit Mardern und fallweise auch mit Dachsen haben wir gelernt zu Leben, jetzt aber kommt ein neuer „Gast“ dazu. Natürlich gab es am nahe gelegenen Rotschildberg schon seit längerer Zeit auch Füchse, aber bisher waren sie meist nur nachts unterwegs. Seit heuer aber besucht uns der Fuchs (und seine Familie) auch manchmal tagsüber. Natürlich kennen auch alle anderen Kleingartenvereine im Bezirk dieses „Problem“. Aber während wir uns mit dem Fuchs beschäftigen, fürchten sich die Vereine Nussberg, Cobenzl, Grinzing, Hackenberg und Windmühlhöhe bereits vor den nächsten Besuchern, den Wildschweinen.

Ein paar interessante Details über den Fuchs haben wir zusammengetragen und sie zu Papier gebracht.



Der Fuchs

Der Rotfuchs stellt kaum Ansprüche an sein Habitat und ist sehr anpassungsfähig.
Der Rotfuchs siedelt sich auch im Stadtraum und in von Menschen bewohnten Gebieten an (wie zum Beispiel in Siedlungen und Gärten von Städten). Tiere, die solches Verhalten zeigen, nennt man Kulturfolger.

Diese "Verstädterung" des Rotfuchses wird beeinflusst durch:
  • großes Nahrungsangebot für Füchse durch fressbare Reste im Abfall.
  • Angebot an Bereichen ohne menschliche Störung (zum Beispiel nachts am Friedhof, in Parks, und so weiter).
  • Angebot an kleinräumigen Strukturen mit sicheren Rückzugsplätzen wie Schuppen, Gartenhäuser, manchmal auch Keller.
  • keine großflächige Bejagung, da in der Stadt Wien die Jagd auf Füchse ruht.


Fuchs und Mensch

Füchse fressen so genannte Schädlinge wie Mäuse, Ratten und Stadttauben. Er frisst kaum Anbauprodukte im Garten.

Für den Menschen gibt es keine Gefahren durch den Fuchs. Er ist ein nützliches und interessantes Tier, das weder Kinder noch Haustiere attackiert.

Tollwuterkrankte Füchse zeigen abnormes Verhalten. Zum Beispiel verlieren sie die natürliche Scheue vor Menschen und haben ausgeprägte Bewegungsstörungen. Ein in Österreich durchgeführtes Impfprogramm hat die Tollwuterkrankung bei Füchsen grundsätzlich ausgelöscht. Derzeit sind keine aktuellen Erkrankungsfälle bekannt.

Trotzdem ist bei Fund eines toten Fuchses Vorsicht geboten. Man sollte ihn aus Sicherheitsgründen nur mit Plastikhandschuhen anfassen. Nachdem man ihn in einen Plastiksack verbracht hat, sollte er zur Untersuchung beim Wiener Landesjagdverband oder am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie abgegeben werden. Die Fachfrauen und Fachmänner oder Helferinnen und Helfer im Umgang mit diesem Wildtier sind die Landesforstinspektion, die Magistratischen Bezirksämter und der Wiener Landesjagdverband.

Machen wir uns bewusst, dass die Großstadt Lebensraum für Menschen und Tiere in gleichem Maße ist.

Wenn Sie einen verletzten oder kranken Fuchs (oder auch ein anderes verletztes Wildtier) entdecken sollten, melden Sie dies bitte der Abteilung Veterinäramt und Tierschutz der Stadt Wien (MA 60). Den Notdienst der Abteilung Veterinäramt und Tierschutz erreichen Sie täglich rund um die Uhr unter der Telefonnummer: +43 1 4000-8060.

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